PraxisInfo
Dr. Franz Weinfurtner,
Dr. Ulrike Burggraf

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Auditve Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVMS)

Bei der AVWS sind trotz normaler Funktion des Innenohrs (peripheres Gehör) Hörauffälligkeiten vorhanden, das heißt die Weiterverarbeitung des Gehörten ist gestört, es sind also zentrale Prozesse des Hörens beeinträchtigt.

Diese Art von Hörstörung liegt bei circa 2-3% der Kinder vor, sie kann isoliert oder auch gemeinsam
mit anderen Symptomen, wie z.B. Sprachentwicklungsstörungen, Lernstörungen, Aufmerksamkeitsdefizitsyndromen (ADS) auftreten. In der Schule fallen bei den betroffenen
Kindern häufig eine verminderte Konzentrationsfähigkeit oder Lese-Rechtschreib-Probleme auf.

Der MAUS-Test (Münchner auditiver Screening Test für Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung) ist ein Screeninginstrument, um Kinder zu identifizieren, bei denen eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine AVWS
besteht. Weiterführende Untersuchungen sind gegebenenfalls erforderlich. Der Test ist für Kinder im Grundschulalter geeignet.

Die Therapie der AVWS besteht aus mehreren Säulen; es werden übende Verfahren angewandt, Kompensationsmechanismen sollten erlernt werden und eine Verbesserung der Hörsituation in der Schule (z.B. Reduzierung von Störgeräuschen im Klassenzimmer, Sitzplatz in der ersten Reihe, etc.) sollte angestrebt werden.

Diese Information ist keine Beratung im medizinischen Sinne.
Verbindliche
ärztliche Beratung erhalten Sie nur in der Sprechstunde.